Baobab - Superfood vom Affenbrotbaum

Der Baobab-Baum, vielen Menschen auch als Affenbrotbaum bekannt, wird bis zu 2500 Jahre alt und gigantisch groß. In seinem dicken Stamm, mit einem Durchmesser von bis zu 12 Metern, kann er jede Menge Wasser speichern, bei Bedarf abrufen und verwenden. Die Früchte des Affenbrotbaumes werden von den Einheimischen seit jeher Baobab genannt. In ihren Verbreitungsgebieten bilden die auffälligen Früchte die Grundlage für viele verschiedene Nahrungsmittel. Der große Vorteil des Baumes ist, dass er problemlos lange Dürreperioden überstehen kann, ohne Schaden zu nehmen. Hierzulande gibt es Baobab sowohl als ganze Frucht, als auch in Form von Pulver, Presslingen, Öl und Kapseln zu kaufen. Alle Darreichungsformen gelten als gesund und sollen sogar beim Abnehmen helfen.

Was genau ist Baobab?

Wer einen Affenbrotbaum schon einmal gesehen hat, wird seinen ungewöhnlichen Anblick nie vergessen. Sein Stamm ist unverhältnismäßig dick, seine Äste hingegen eher unscheinbar. Rein optisch scheint es, als hätte ihn jemand verkehrt herum in den Boden gesteckt, weshalb der mächtige Baum im englischsprachigen Raum häufig auch als 'upside-down-tree' bezeichnet wird. Der Name der Frucht wiederum, stammt aus dem Arabischen. Hier bedeutet 'Buhibab' so viel wie 'die Frucht mit den vielen Samen'.

Die Früchte des Affenbrotbaumes sind oval, bis zu 40 Zentimeter lang und haben eine braun-grüne Farbe. Im Innern sind sie mit einer Art Schutzhülle (Pulpa) ausgekleidet, in der sich zahlreiche Samen befinden. Sobald die Früchte reif sind, trocknen sie aus und ihr Inneres wird mehlig. In diesem Zustand lässt sich die Frucht bis zu einem Jahr lang lagern, ohne dass sich die Nährstoffzusammensetzung verändert.

Welche Rolle spielt Baobab in der traditionellen Medizin?

Große Teile der afrikanischen Bevölkerung decken auch heute noch ihren Nährstoffbedarf mit dem Verzehr von Affenbrotbaumfrüchten und den daraus hergestellten Lebensmitteln ab. Dabei wird das Fruchtfleisch häufig zu Brei, Soßen, Säften und Süßigkeiten verarbeitet oder zum Kochen und Backen verwendet. Eine weitere Einsatzmöglichkeit ist die Herstellung von Öl (Baobaböl), welches in weiten Teilen Afrikas ebenfalls als Lebensmittel Verwendung findet.

In der afrikanischen Volksmedizin werden die Blätter, die getrockneten Früchte, die Samen und das Fruchtfleisch seit Menschengedenken als Mittel gegen Fieber, Zahnschmerzen, Asthma, Magen-Darm-Probleme sowie gegen Beschwerden, die durch Pocken und Malaria hervorgerufen werden, eingesetzt. Im Gegensatz zu vielen anderen traditionellen Heilmitteln sind von Baobab keinerlei Nebenwirkungen bekannt.

Wie genau entsteht Baobabpulver?

Weil die Frucht des Affenbrotbaumes im Zuge ihrer Reifung selbst eintrocknet, muss sie nach der Ernte weder nachgetrocknet, noch anders nachbehandelt werden. Das Innere wird einfach entnommen. Das Endprodukt ist ein trockenes, mehlartiges Pulver, welches sofort verzehrt werden kann.

Ist Baobab in Europa als Lebensmittel offiziell zugelassen?

Baobab Pulver war in den europäischen Ländern bis vor wenigen Jahren noch weitgehend unbekannt. Ein wesentlicher Grund lag darin, dass die sogenannte Novel-Food-Zulassung für neuartige bzw. unbekannte Lebensmittel lange Zeit fehlte. Im Jahre 2009 erteilte die zuständige EU-Kommission diese Zulassung. Damit kam der Vertrieb des Superfoods auch hierzulande in Schwung.

Wichtig ist, das Superfood ausschließlich in gut geführten Reformhäusern oder im BIO-Handel zu kaufen. Dabei sollte das Produkt keinesfalls wärmebehandelt und so rein wie möglich sein. Auf Produkte mit Streckmitteln sollte man aufgrund der niedrigen Vitalstoffdichte unbedingt verzichten.

Warum gehört Baobab zu den Superfoods?

Affenbrot hat sich schon lange vom Nahrungs- und Heilmittel der afrikanischen Steppe zum gefragten Superfood der westlichen Welt entwickelt. Diesen Sprung schaffte es aufgrund der enthaltenen Vitamine, Mineral- und Vitalstoffe.

Einige Beispiele:

  • In Baobab steckt sechsmal so viel Vitamin C wie in Orangen.
  • Affenbrotfrüchte enthalten mehr Eisen als Rindfleisch.
  • Der Magnesiumgehalt ist höher als in Spinat.
  • Affenbrotmehl enthält rund 50 % Ballaststoffe.
  • Baobabpulver enthält doppelt so viele Antioxidantien wie in Gojibeeren.

Während sich das enthaltene Kalium positiv auf Muskeln und Nerven auswirkt, stärkt das Vitamin C das Immunsystem. Die Ballaststoffe regulieren die Verdauung und halten den Insulinspiegel in gesunder Balance. Aus diesem Grund ist das Pulver auch für Diabetiker bestens geeignet. Selbst in großen Mengen wirkt Baobab weder belastend noch abführend. Zudem ist weder Laktose noch Gluten enthalten, sodass auch Allergiker profitieren.

Inwiefern hilft Baobab beim Abnehmen?

Ein Esslöffel voll Baobab Pulver hat gerade einmal 12 Kalorien und null Gramm Fett! Dennoch hält das Produkt lange satt und beugt Heißhungerattacken vor. Viele Prominente schwören auf Baobab als Abnehmwundermittel. Vor allem in den USA gibt es Diät-Kapseln mit Baobab, inklusive komplexer Diätpläne, schon lange zu kaufen. Doch so schwierig muss es gar nicht sein: Das naturbelassene Pulver lässt sich ganz einfach in den täglichen Speiseplan integrieren.

Wie schmeckt Baobabpulver, wie kann ich es verwenden?

Die meisten Menschen beschreiben den Geschmack als leicht süßlich, fruchtig-herb, dennoch säuerlich. Da sich die innere Schutzhülle der Affenbrotbaumfrucht, die sogenannte Pulpe, sehr gut in Wasser, Joghurt, Magerquark, Saft und Milch auflösen lässt, kann man das Pulver hervorragend in Shakes mixen. Einfach einen bis zwei Esslöffel voll Baobab zu den übrigen Zutaten hinzugeben, gut durchmischen, fertig!

Aufgrund des säuerlichen Geschmacks eignet sich Baobab auch als Zugabe zu süßen Früchten, wie reifen Bananen, Mangos oder Orangen. Da das Produkt nicht hitzestabil ist, sollte es grundsätzlich in kalten oder lauwarmen Speisen und Getränken Verwendung finden. 

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