Borreliose

Was ist eine Borreliose?

Borreliose ist eine durch Zecken übertragene Infektionskrankheit. In Deutschland werden die meisten Infektionen dem gemeinen Holzbock (lat. Ixodes ricinus) zugeordnet. In seltenen Fällen können aber auch Pferdebremsen, Mücken und Flöhe Überträger der Borreliose sein.

Auslöser der Krankheit sind spiralförmige Bakterien namens Borrelia burgdorferi. Diese können durch den Stich der Zecke in die Blutbahn gelangen, wo sie sich dann weitervermehren und verschiedene Organe befallen können. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Erreger von einer Zecke übertragen werden, hängt von dem Entwicklungsstadium der Zecke ab, da das Risiko der Aufnahme von Borrelien durch jeden Biss in ein Wildtier (z.B. Rehe) wächst. Je älter die Zecke, desto größer ist also das Infektionsrisiko. In Deutschland tragen je nach Region zwischen 10 - 30% der Zecken Borrelien in sich, die sie im Falle eines Stiches auf den Menschen übertragen können. Wenn ein Mensch von einer Zecke gestochen wird, die Borrellien in sich trägt, heißt das nicht zwingend, dass es zu einer Infektion kommt. Das Infektionsrisiko steigt mit der Dauer des Stiches. Je länger die Zecke saugt, desto höher ist das Infektionsrisiko. Bei bis zu 5% der Zeckenstiche kommt es zur Übertragung von Borrelien und bei bis zu 1,5% der Zeckenstiche kommt es zur Erkrankung an Borreliose.

In den meisten Fällen kommt es nach einer Infektion zu der sogennanten Wanderröte, einer Rötung der Haut, die sich kreisförmig um die Einstichstelle ausbreitet und in der Mitte verblasst.

Symptome der Borreliose

Die Symptome einer Borreliose können sehr vielseitig sein. Oft kommt es zu Fieber, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen und grippeähnlichen Symptomen.

  • Aggressionen
  • Albträume
  • Angstzustände
  • Appetitlosigkeit
  • Augenbrennen
  • Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnis
  • Beeinträchtigung des Langzeitgedächtnis
  • Depressionen
  • Entstehung einer dünnen Haut
  • Gelenkschmerzen
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Halluzinationen
  • Harninkontinenz
  • Herzrasen in der Nacht
  • Häufige Muskelkrämpfe
  • Häufige Muskelschmerzen
  • Hörsturz
  • Langanhaltende und oft wiederkehrende Nasennebenhöhleninfektionen
  • Magenschmerzen
  • Muskelzucken
  • Müdigkeit
  • Nahrungsmittelunverträglichkeit
  • Panikattacken
  • Schlafstörungen
  • Schmerzen an den Rippenansätzen
  • Schmerzen in den Fußsohlen
  • Schmerzen in den Hoden
  • Schmerzen in den Leisten
  • Schmerzen in den Schienbeinen besonders in der Nacht
  • Schmerzen in den Sehnen
  • Schweißausbrüche in der Nacht
  • Schwindel
  • Sehstörungen
  • Starke kappenförmige Kopfschmerzen
  • Störungen des Geschmackempfindens
  • Störungen des Temperaturempfindens
  • Taubheitsgefühle

Verlauf der Borreliose

Die Inkubationszeit einer Borreliose kann Tage, Wochen, Monate und sogar Jahre dauern. Sie kann sich durch eines oder mehrere der obenstehenden Symptome bemerkbar machen. Oftmals wird eine Borreliose nicht erkannt.

Im akuten Stadium der Borreliose treten oftmals grippeähnliche Symptome, Kopfschmerzen, Fieber und Muskelschmerzen auf. Im chronischen Stadium der Borreliose kann es zu einem Befall des Nervensystems kommen. Lähmungen im Gesicht und anderen Körperteilen können die Folge sein. In Gelenken, insgesondere in den Hüftgelenken und in den Kniegelenken kann es zu schmerzen und rheumartigen Beschwerden kommen. Wenn der Herzmuskel befallen wird, kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen.

Behandlung der Borreliose

Bei der Diagnose einer Borreliose werden Antibiotika verabreicht. Im frühen Stadium einer Borreliose wird oral behandelt, im späten Stadium eher parenteral.

Borreliose vermeiden

Suchen Sie sich nach einem Spaziergang in gefährdeten Gebieten genau ab. Zeckennymphen sind sehr klein und werden leicht übersehen, da ihr Körper 2-3 mm groß ist. Zecken bevorzugen weiche Hautstellen, wie zum Beispiel unter den Armen, am Hals und im Genitalbereich. Zecken stechen nicht sofort zu, sondern wandern manchmal Stunden auf dem Körper eines Wirtstieres, bzw. eines Menschen herum, bevor der Saugakt beginnt. Wenn eine Zecke noch vor dem Saugakt entfernt werden kann, besteht keine Ansteckungsgefahr, wenn der Saugakt begonnen hat, kann es Stunden dauern, bis Borreliose-Erreger von der Zecke auf den Menschen übertragen werden.

Eine Zecke richtig entfernen

Eine Zecke wird am besten mit einer Pinzette entfernt. Ziehen Sie ohne zu drehen am Kopf der Zecke und nicht am Körper, da Sie dadurch vermeiden, dass die Zecke den Mageninhalt in die Haut entleert. Vermeiden Sie den Gebrauch von Öl, Alkohol und jeglichen anderen Mitteln.

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