Paranüsse - knackige Exoten aus dem Regenwald

Paranüsse sind die heimlichen Stars unter den Nusssorten. Sie begegnen uns in nahezu jeder Knabber-Nuss-Mischung und im Studentenfutter. Was kaum jemand weiß: Paranüsse sind botanisch keine Nüsse, sondern die Samen einer imposanten Kapselfrucht. Diese wächst an einem Baum, im südamerikanischen Regenwald, der ganz bestimmte Voraussetzungen zum Gedeihen und zur Fruchtausbildung benötigt. Doch wie dem auch sei: Paranüsse schmecken herrlich. Sie besitzen ein wunderbar nussiges Aroma, sind knackig und stecken voller wertvoller Vitalstoffe.

Wie wachsen Paranüsse?

Parabäume sind etwas ganz Besonderes. Sie wachsen verstreut im dichten südamerikanischen Regenwald, wo sie mit ihren rund fünf Metern Umfang und bis zu 60 Metern Höhe die meisten anderen Bäume weit überragen. Forscher gehen davon aus, dass viele der heute existierenden Bäume mehr als 500 Jahre alt sind. Pro Saison produziert ein ausgewachsener Baum etwa 500 Früchte, was einer Ernteausbeute von rund 8000 Paranüssen pro Baum entspricht. Bis heute ist es nicht gelungen, die Baumriesen in Plantagen zu züchten. Das liegt zum einen an den besonderen Wachstumsbedingungen, die ausschließlich in einem intakten Ökosystem gegeben sind, zum Zweiten an zwei speziellen Tieren, die die Bäume zur Bestäubung ihrer Blüten und ihrer Vermehrung benötigen. Während eine sehr spezielle Bienenart, die Prachtbiene, für die Bestäubung zuständig ist, gelingt es einzig dem Aguti, einem kleinen, am Boden lebenden Nagetier, die harte Schale der Kapselfrucht zu knacken und somit die Samen weiterzuverbreiten. Deshalb stammen auch alle bei uns erhältlichen Paranüsse von wild wachsenden Bäumen, die ohne Einsatz von Pestiziden, Düngemitteln oder sonstiger Chemikalien tief im Regenwald gedeihen.

Woher hat die Paranuss ihren Namen?

Sobald die bis zu drei Kilo schweren Früchte des Parabaumes reif sind, fallen sie zu Boden. Rein optisch und aufgrund ihrer holzigen Schale ähneln sie Kokosnüssen, die rundum mit Stacheln besetzt sind. In diesen Früchten befinden sich bis zu 40 fächerförmig angeordnete Samen, die wiederum jeweils mit einer sehr harten Schale umgeben sind. Als niederländische Seefahrer im 17. Jahrhundert diese Samen zum ersten Mal mit nach Europa brachten, starteten sie ihre Rückreise von der brasilianischen Hafenstadt 'Para', sodass sie die leckeren Samen des exotischen Baumes kurzerhand Paranüsse tauften.

Paranüsse sind wertvolle Selenlieferanten

Ähnlich, wie "echte" Nüsse, können sich auch Paranüsse bezüglich ihres Nährstoffprofils sehen lassen. Eine Paranuss enthält rund 66 g Fett, wobei mehr als zwei Drittel ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind. Hinzu kommen 14 Prozent Eiweiß, 8 g Ballaststoffe, die Vitamine C, B6 und E sowie ein Cocktail aus Mineralien und Spurenelementen, der unter anderem aus Magnesium, Natrium, Phosphor, Kalium, Kalzium, Eisen, Selen und Zink besteht. Paranüsse enthalten mehr Selen als andere natürliche Lebensmittel. Unser Körper kann Selen nicht selbst herstellen, benötigt es jedoch für viele Stoffwechselprozesse und zur Abwehr schädlicher Stoffe. Unser Immunsystem und die Schilddrüse profitieren von diesem Spurenelement. Selen kommt vor allem im Erdreich vor. Es wird von den Pflanzenwurzeln aufgenommen und in den Früchten angereichert. Einflüsse, wie saurer Regen, intensive Landwirtschaft, künstliche Düngemittel, Pestizide, Belastung durch Schwermetalle und dergleichen führten dazu, dass in unseren Ackerböden kaum noch Selen enthalten ist. Umso wichtiger ist es, naturbelassene Lebensmittel aus unbelasteten Gebieten, wie Bio-Paranüsse aus dem südamerikanischen Regenwald als wertvolle Selenquellen zu essen.

In Maßen verzehrt, ein urgesunder Genuss

Wegen des beträchtlichen Fettanteils sind Paranüsse sehr gehaltvoll. Aufgrund ihres hohen Energiegehaltes von rund 700 kcal/100 g empfehlen Ernährungsexperten, im Rahmen einer ausgewogenen, gesunden Ernährungsweise, nicht mehr als zwei bis drei Stück pro Tag zu verzehren. Da die Nüsse vergleichsweise groß sind, lassen sie sich wunderbar raspeln oder reiben. So lässt sich auch mit einer geringen Menge, beispielsweise in Keksen, im Müsli oder Salat, ein unwiderstehliches Geschmackserlebnis erzielen. Für Sportler, Diabetiker und Menschen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, sind Paranüsse in Rohkostqualität hervorragende Energiespender. Neben Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen liefern sie wichtiges pflanzliches Eiweiß, ohne den Cholesterinspiegel oder Zuckerstoffwechsel negativ zu beeinflussen. In der Schule, an der Uni oder im Büro verleiht die gesunde Tropendelikatesse dem Gehirn nach einem Tief schnell wieder frische Energie und Power. Zudem tut ihr feiner, süßer Geschmack dem Gaumen und der Seele gut.

Wie kann man Paranüsse in der Küche verwenden?

Natürlich kann man die leckeren Kerne wunderbar pur knabbern. Gehobelt oder klein geschnitten, in Kombination mit anderen Nüssen, Samen, Haferflocken, Chia, Amaranth und einigen Rosinen, ergeben die kleinen Powerpakete ein schmackhaftes Müsli. Auch selbst geröstet und nach Belieben süß oder herzhaft gewürzt, schmecken Paranüsse verführerisch lecker.

Wie wäre es mit einem Paranuss-Vollkornbrot? Es ist schnell gebacken und gar nicht kompliziert!

Zutaten:

  • 1 kg Vollkornmehl
  • 750 ml Wasser
  • 100 g Sauerteig
  • 150 g fein gehackte Paranüsse
  • 1 Würfel Hefe aus dem Kühlregal
  • 3 TL Salz

Zubereitung:

  • das handwarme Wasser in eine große Schüssel geben
  • die Hefe darin auflösen
  • alle übrigen Zutaten hinzugeben, gut miteinander vermengen und so lange kneten, bis ein homogener Teig entsteht
  • eine Kugel formen, mit einem Tuch abdecken und an einem warmen, zugfreien Ort etwa 30 min gehen lassen
  • nochmals kräftig durchkneten
  • einen Brotlaib formen
  • in den auf 250 °C vorgeheizten Ofen schieben und eine Viertelstunde backen
  • die Temperatur auf 200 °C einstellen und weitere 45 min backen 
Tags: Nüsse, Paranuss
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